Die Haarkur ist das am meisten unterschätzte Produkt im Badezimmer. Sie kostet dich zehn Minuten pro Woche und macht den Unterschied zwischen Haar, das sich im März weich anfühlt, und Haar, das sich wie Stroh anfühlt.
Feuchtigkeit oder Protein – die richtige Wahl
Die meisten Haarkuren gehören zu einer von zwei Familien, und sie lösen unterschiedliche Probleme.
- Feuchtigkeitsspendend für Haar, das sich trocken und rau anfühlt und sich schwer bürsten lässt. KIS KeraMoist Treatment oder Royal Smooth Masque.
- Stärkend mit Protein für Haar, das sich schlaff anfühlt, sich im nassen Zustand stark dehnt und leicht abbricht. KIS KeraMax Treatment oder Royal Repair Masque.
Unsicher? Nimm ein nasses Haar und zieh vorsichtig daran. Dehnt es sich weit und reißt, ohne zurückzufedern, braucht dein Haar Protein. Reißt es fast sofort, ohne sich überhaupt zu dehnen, braucht es Feuchtigkeit.
So gehst du vor
- Wasche dein Haar und drücke das Wasser gründlich aus. In tropfnassem Haar wird die Kur verdünnt und läuft einfach durch.
- Trage sie ab Ohrhöhe nach unten auf, am meisten in die Spitzen.
- Kämme sie mit einem grobzinkigen Kamm durch, damit sie jedes Haar erreicht.
- Lass sie zehn bis fünfzehn Minuten einwirken.
- Spüle mit kühlem Wasser aus, bis sich das Haar nicht mehr rutschig anfühlt.
Wenn du Extensions oder eine Perücke hast
Halte die Kur von Ansätzen, Nähten und der Perückenbasis fern. Pflegende Produkte sind für das Haar gedacht, nicht für den Kleber oder die Knüpfungen. Bei lockigen Extensions kannst du zusätzlich die KIS Curl Hydrating Leave-In Mask verwenden, die zwischen den Wäschen im Haar bleiben darf.
Wie oft
- Normales Haar: einmal pro Woche
- Trockenes, blondiertes Haar oder Extensions: ein- bis zweimal pro Woche, mit Feuchtigkeit als Basis
- Feines und dünnes Haar: alle zwei Wochen, nur in die Längen
Der häufigste Fehler
Jede Woche eine Proteinkur für Haar zu verwenden, das eigentlich trocken ist. Das Haar fühlt sich die ersten Male gestärkt an und wird dann rau und spröde. Wechsle ab – Protein, wenn sich das Haar schlaff anfühlt, und sonst Feuchtigkeit.
Häufige Fragen
Kann ich die Haarkur über Nacht einwirken lassen?
Bei feuchtigkeitsspendenden Kuren klappt das meistens gut und kann sehr trockenem Haar viel helfen. Proteinkuren sollten dagegen nicht länger als angegeben einwirken – zu viel Protein macht das Haar steif. Schütze dein Kissen mit einem Handtuch oder einer Duschhaube.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Spülung und Haarkur?
Die Spülung legt sich auf die Oberfläche, glättet die Schuppenschicht und macht das Haar direkt nach dem Waschen leicht kämmbar. Eine Haarkur ist höher konzentriert und wirkt tiefer im Haar. Sie ersetzen einander nicht – Spülung bei jeder Wäsche, Haarkur einmal pro Woche.
Muss ich die Haarkur vollständig ausspülen?
Ja, sofern auf der Verpackung nichts anderes steht. Rückstände beschweren das Haar, lassen den Ansatz platt wirken und können eine Schicht aufbauen, durch die das Haar keine Feuchtigkeit mehr aufnimmt. Fühlt sich das Haar rutschig an, ist es noch nicht fertig ausgespült.
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