Die meisten Probleme mit Extensions entstehen nicht beim Einsetzen. Sie entstehen in den Wochen danach – bei der Pflege, beim Zeitpunkt für das Nachsetzen (Move-up) oder weil die Methode von Anfang an nicht zum Haar gepasst hat. Unsicher, was zu dir passt? Starte mit unserer Übersicht über alle Methoden der Haarverlängerung.
Die gute Nachricht: Für jedes dieser Probleme gibt es eine Lösung, und fast allen lässt sich beim nächsten Mal vorbeugen.
1. Das Haar verfilzt an den Befestigungen
Das häufigste Problem von allen. Eigenes Haar, das sich natürlich von der Kopfhaut gelöst hat, bleibt in der Befestigung hängen, statt auszufallen, und verfilzt im Nacken.
So löst du es:
- Bürste zwei- bis dreimal am Tag mit einer Bürste für Extensions, immer von den Spitzen nach oben.
- Trenne die Befestigungen jeden Abend mit den Fingern, besonders in den ersten Wochen.
- Schlaf mit dem Haar in einem lockeren Zopf.
- Ist der Filz schon fest – zieh nicht daran. Buch einen Termin, wir lösen ihn, ohne Haar zu opfern.
2. Die Befestigungen sind sichtbar
Entweder sitzen sie zu nah am Haaransatz und am Scheitel, oder das Haar ist herausgewachsen, sodass die Befestigung ins Sichtfeld gerutscht ist.
So löst du es: Beim Einsetzen sollte immer ein Abstand zum Scheitel und zu den Schläfen bleiben. Ist das Haar herausgewachsen, ist die Antwort Nachsetzen – nicht eine neue Frisur, die alles verdeckt.
Als Richtwert müssen die meisten Methoden etwa in diesem Abstand kontrolliert werden:
- Tape: etwa alle ein bis zwei Monate
- Microringe und micro weft: etwa alle zwei bis drei Monate
- Keratin-Bondings: etwa alle drei bis vier Monate
- Hair weft und Sew-in: etwa alle zwei bis drei Monate
Der genaue Abstand hängt davon ab, wie schnell dein Haar wächst und wie du es pflegst – wir vereinbaren deinen Termin schon beim Einsetzen. Möchtest du das Haar hoch tragen können, sind hair weft oder Sew-in oft eine bessere Wahl als einzelne Bondings.
3. Die Kopfhaut juckt
Juckreiz kommt meist von Produktresten, zu seltenem Waschen oder davon, dass die Befestigungen zu stramm sitzen.
So löst du es:
- Wasch öfter, als du denkst – Extensions vertragen und brauchen regelmäßiges Waschen.
- Benutze ein mildes Shampoo ohne schwere Silikone und spül gründlich aus.
- Massiere die Kopfhaut mit den Fingerkuppen, nicht mit den Nägeln.
- Juckt es schon ab dem ersten Tag und fühlt sich straff an: Melde dich. Befestigungen dürfen nie wehtun.
4. Die Extensions fühlen sich trocken und glanzlos an
Extensions bekommen keinen natürlichen Talg von der Kopfhaut. Was du ihnen nicht gibst, bekommen sie nie.
So löst du es:
- Verwende eine Pflegeserie, die für eigenes Haar und Extensions gleichermaßen gemacht ist. Wir empfehlen KIS Keratin Infusion System – das Keratin baut das Haar von innen auf und hält die Qualität über die gesamte Tragezeit hoch.
- Trage Spülung und Kur ab Ohrhöhe abwärts auf, nie auf die Befestigungen.
- Verwende immer Hitzeschutz vor Glätteisen oder Lockenstab.
- Ein Pflegepaket für strapaziertes und chemisch behandeltes Haar tut mehr für die Haltbarkeit als alles andere, was du kaufst.
5. Es zieht und tut weh
Eine neue Befestigung kann sich ein, zwei Tage ungewohnt anfühlen. Schmerzen, Druck oder Kopfschmerzen sind dagegen ein Zeichen, dass etwas angepasst werden muss.
So löst du es: Kontaktiere sofort den Salon. Eine zu stramme Befestigung oder eine im Verhältnis zu deinem eigenen Haar zu schwere Verlängerung muss sofort korrigiert werden – nicht ausgesessen.
6. Die Befestigungen rutschen oder lösen sich zu früh
Tape, das sich nach ein paar Wochen löst, liegt fast immer an Produkten: Öle, Silikone und schwere Kuren lösen den Kleber.
So löst du es: Halte die obersten Zentimeter frei von Öl und Spülung, trockne das Haar am Ansatz gründlich und schlaf nicht mit nassem Haar. Löst es sich trotzdem, ist Tape vielleicht die falsche Methode für deinen Haartyp – Keratin-Bondings oder Microringe halten auf feinem, glattem Haar besser.
7. Farbunterschied nach ein paar Wochen
Sonne, Chlor und sulfathaltige Pflege ziehen die Farbe aus eigenem Haar und Extensions unterschiedlich schnell heraus. Nach ein paar Monaten kann der Übergang sichtbar werden.
So löst du es: Eine Tönung oder ein Gloss im Salon gleicht den Unterschied schonend aus. Farbschutzpflege beugt vor. Die Extensions zu Hause zu blondieren, ist dagegen keine Lösung – meist ist es der Anfang des nächsten Problems.
8. „Mein eigenes Haar ist dünner geworden“
Das ist die größte Sorge, und sie verdient es, ernst genommen zu werden. Richtig ausgeführte Extensions schädigen das Haar nicht. Schäden entstehen durch zu schwere Verlängerungen, zu spätes Nachsetzen oder wenn das Haar herausgezogen statt gelöst wird.
So löst du es:
- Halte die Abstände für Nachsetzen und Herausnehmen ein. Warte nicht, bis alles verfilzt ist.
- Lass die Befestigungen immer von einer ausgebildeten Fachkraft entfernen.
- Braucht dein Haar eine Pause: gönn sie ihm. Clip-on Extensions geben dir in der Zwischenzeit Länge und Volumen, ohne dass etwas fest sitzt.
Es gibt immer eine Lösung
In 17 Jahren haben wir fast alles gelöst – Verfilzungen, die hoffnungslos aussahen, die falsche Methode für den falschen Haartyp, Haar, das eine Pause brauchte. Oft reichen ein Termin im Salon und die richtige Pflege zu Hause.
Im Webshop findest du Pflegepakete, die KIS-Serie, Bürsten und Zubehör für Extensions.
Bist du unsicher, welche Methode zu deinem Haar passt, buch eine kostenlose Beratung bei uns:
- Fairwithhair Odenplan, Norrtullsgatan 26A, Stockholm – Montag–Freitag 10:00–19:00 Uhr, samstags nach Vereinbarung. Wir arbeiten mit Keratin-Bondings, Tape, hair weft, Microringen und Sew-in.
- Fairwithhair Uppsala, Skolgatan 49 – nur mit Termin, gleiche Preise wie in Stockholm.
Wir sprechen über dein Haar, deinen Alltag und wie lange du die Extensions tragen möchtest, bevor irgendetwas eingesetzt wird. Genau dort werden die meisten Probleme gelöst – bevor sie entstehen.