Butterfly weft gehört zu den Methoden, die du am einfachsten selbst einsetzen kannst. Der weft hat vorgestanzte Löcher und wird mit Microringen befestigt, du brauchst also weder Nadel und Faden noch Kleber oder Hitze. Hier gehen wir das ganze Einsetzen Schritt für Schritt durch.
Das brauchst du
- Butterfly weft in deiner Farbe und Länge
- Microringe in einem Farbton, der zu deinem eigenen Haar passt
- Eine Microring-Zange mit Häkchen
- Einen Kamm für gerade Scheitel und ein paar Haarklammern zum Hochstecken
- Eine Schere, falls du den weft in der Breite kürzen möchtest
Haare vorbereiten
Beginne mit sauberem, trockenem Haar ohne Kur oder Öl in den Längen, sonst rutschen die Ringe. Kämme die Haare gründlich durch und stecke das Deckhaar hoch, damit du immer nur an einer Partie arbeitest. Plane, wo die Reihen liegen sollen: die unterste einige Zentimeter über dem Nackenhaaransatz, dann eine Reihe nach der anderen nach oben, mit ein paar Zentimetern Abstand dazwischen.
Schritt für Schritt
- Einen geraden Scheitel ziehen. Kämme einen dünnen, geraden Abteil heraus und stecke das Haar darüber hoch. Die Linie muss durchgehend gerade sein, sonst sitzt der weft schief.
- Den weft abmessen und zuschneiden. Lege den weft an den Kopf und kürze ihn in der Breite so, dass er auf jeder Seite ein paar Zentimeter vor dem Haaransatz endet. Butterfly weft haart beim Schneiden nicht.
- Das Haar durch die Löcher ziehen. Lege den weft knapp unter den Scheitel und ziehe mit dem Häkchen eine Haarsträhne in Wuchsrichtung durch das Loch. Mach dasselbe mit einer Strähne von der anderen Seite durch das Loch daneben. Nimm passend viel Haar – zu viel beschwert, zu wenig löst sich.
- Mit zwei Ringen fixieren. Die beiden Microringe treffen sich zwischen den Löchern und werden mit der Zange zu einer Befestigung zusammengedrückt. Die Befestigung soll einige Millimeter von der Kopfhaut entfernt sitzen, nie direkt darauf.
- Dich an der Reihe entlangarbeiten. Wiederhole das in gleichmäßigen Abständen über den ganzen weft. Bei feinem Haar setzt du mehr Befestigungen, damit sich das Gewicht gleichmäßig verteilt, statt einzelne Punkte zu belasten.
- Haare herunterlassen und prüfen. Lass die Partie darüber herunter und prüfe, ob der weft vollständig bedeckt ist. Zieh vorsichtig am weft – er soll fest sitzen, ohne an der Kopfhaut zu ziehen.
Wie viele Reihen brauchst du?
Jede Packung enthält 50 Gramm. Nur zum Verdichten reichen oft 50 bis 100 Gramm, also ein bis zwei Reihen. Möchtest du Länge und Fülle, liegen die meisten bei 150 bis 200 Gramm, verteilt auf drei bis vier Reihen. Fang lieber mit zu wenig an und ergänze eine Reihe als umgekehrt.
Häufige Fehler
- Schiefe Scheitel. Ist die Linie nicht gerade, sieht man den weft, wenn du die Haare hochsteckst.
- Zu wenige Befestigungen. Dann liegt das ganze Gewicht auf wenigen Punkten, was dein eigenes Haar strapaziert.
- Produkte an den Befestigungen. Spülung und Kur gehören in die Längen, nicht an die Ringe.
Nachsetzen und Entfernen
Das Haar wächst heraus und die Befestigungen wandern nach unten, deshalb muss der weft alle zwei bis drei Monate nachgesetzt werden (Move-up). Dafür öffnest du die Ringe mit der Zange, löst den weft und setzt ihn näher an der Kopfhaut neu ein. Das Haar wird wiederverwendet – nur die Ringe werden ausgetauscht.
Färben und Pflege
Das Haar ist Echthaar und lässt sich dunkler und heller färben. Überlass das Färben einer Friseurin und teste zuerst an einer kleinen Partie, damit das Ergebnis gleichmäßig wird. Ansonsten bürstest du behutsam von unten nach oben, wäschst mit milden, feuchtigkeitsspendenden Produkten und schläfst mit den Haaren in einem lockeren Zopf.
Lieber mit Hilfe?
Wir übernehmen das Einsetzen und erneute Einsetzen in beiden Salons, in Stockholm und in Uppsala. Die Beratung ist kostenlos, und wir helfen dir auch bei der Farbabstimmung und der Wahl der Menge.